Babak Saed – DUBISTES
20.05. – 27.08.2022
back to overviewDU bist es! Wer möchte nicht gern diesen Satz hören. Babak Saeds Thema als Künstler ist Kommunikation. Er beschäftigt sich mit dem geschriebenen Wort, verfremdet es durch Groß- und Zusammenschreibung und macht uns dadurch den Vorgang des Lesens bewusst. Er verwendet Sprache als „Bild“ und knüpft damit an die westliche Konzeptkunst an und an die durch die Tradition der Schriftwerbung geschulten visuellen Gewohnheiten des Betrachters. Sicher spielt auch seine Herkunft aus dem Iran eine Rolle – die traditionelle islamische Kunst lebt von der Kunstfertigkeit und Ornamentalisierung der Schrift. Saeds Werke leben von einem feinen Gespür für Sprache und ihre Zwischentöne, für Doppeldeutigkeiten, Alliterationen und Wortspiele. Lebensphilosophische und gesellschaftliche Fragen werden von ihm in äußerster sprachlicher Reduktion und in mehrdeutigen Formulierungen intelligent und spielerisch visualisiert.
In der Ausstellung stellt er seine neue Werkserie zum Thema Sprache und Körper vor. Nicht nur im Deutschen gibt es viele Redewendungen, die sich auf Körperteile beziehen. An jemandes Lippen hängen oder auf die Nase fallen. Auch wenn man sie nicht kennt, ist die Bedeutung leicht nachvollziehbar. Eben weil uns die Körperteile nah sind, körpernah eben. Babak Saed eröffnet uns mit Werken wie KOPFKINO, WIMPERNSCHLAG, BAUCHPINSELN oder OHRWURM einen neuen Blick auf das vermeintlich Nahe, dass wir dann in neuen Bedeutungsebenen erfassen können.
It’s YOU! Who wouldn’t love to hear that? Babak Saed’s theme as an artist is communication. He engages with the written word, alienating it through the use of capitalisation and hyphenation, thereby making us aware of the act of reading. He uses language as an ‘image’, thereby drawing on Western conceptual art and on the viewer’s visual habits, shaped by the tradition of written advertising. His Iranian background certainly plays a role too – traditional Islamic art thrives on the craftsmanship and ornamentation of the written word. Saed’s works thrive on a subtle sensitivity to language and its nuances, to ambiguities, alliterations and wordplay. He visualises philosophical and social questions in an intelligent and playful manner, using the utmost linguistic economy and ambiguous phrasing.
.jpg)


