Maria Wallenstål-Schoenberg, Isabelle Dyckerhoff, Sonja Edle von Hoeßle, Susanne Zuehlke – Perfect Match I
13.02. – 16.05.2026
Zurück zur ÜbersichtMaria Wallenstål-Schoenberg mit Isabelle Dyckerhoff, Sonja Edle von Hoeßle und Susanne Zuehlke
Perfect Match 1
Wer künstlerisch arbeitet, schaut genau hin – auf das eigene Werk und auf das der anderen. Maria Wallenstål-Schoenberg lädt drei Kolleginnen zu einer gemeinsamen Ausstellung ein. Hier begegnen sich Künstlerinnen auf Augenhöhe, in Selbstreflexion und Anerkennung zugleich.
Farbe und Form sind für sie autonome Motive, die nichts anderes meinen als sich selbst. Dieser konkrete Blick vereint die vier Positionen, ebenso wie die Sensibilität für die Stofflichkeit des verwendeten Materials. Farbe, Leinwand, Papier und Stahl werden selbst zum Inhalt. Spachtel, Pinsel und Rakel ziehen Spuren in die Farbe und verändern ihre Struktur. Gerissene Papierränder setzen weiche Linien in den Raum. Geschwungene Stahlbänder erscheinen mal glänzend schwarz und mal samtig erdfarben. Intellektuell reflektiert und sinnlich zugleich öffnen die Kunstwerke unseren Horizont, erzählen von Licht, Farbe und Raum.
Maria Wallenstål-Schoenberg, *1959 in Uppsala (SWE), lebt in München
Die Gemälde von Maria Wallenstål-Schoenberg besitzen eine ausgeprägt positive Ausstrahlung. Sie verbinden Intuition und Ratio zu einem ausgewogenen Zusammenspiel sinnlicher Farbkontraste und präzise konzipierter geometrischer Formen. In der Tradition der konkreten Kunst sind diese Arbeiten im eigentlichen Sinne nicht abstrakt: Sie abstrahieren nichts Gegenständliches, sondern machen geistige Ordnungen anschaulich und damit konkret.
Isabelle Dyckerhoff, * 1959 in Büderich, lebt in / lives in München und Jochberg (A)
Isabelle Dyckerhoffs Arbeiten verlangen ein entschleunigtes Sehen. Besonders in ihren Whites erschließt sich dem Betrachter erst bei genauer Betrachtung die feine Differenzierung von Papierqualitäten und Weißtönen. Ihre minimalistischen Collagen entziehen sich einer eindeutigen Genrezuordnung: Das von Hand gerissene Papier wird selbst zum bildnerischen Medium.
Sonja Edle von Hoeßle, * 1960 Wiesbaden (D), lebt in Eisingen (Würzburg) and Kranidi, Griechenland
Sonja Edle von Hoeßles bildhauerisches Werk konzentriert sich konsequent auf Stahl als Material und auf die Linie als zentrales formbildendes Prinzip. Ihre Skulpturen entstehen aus vierkantigen Stahlstäben, die in kontinuierlichen, bewegten Linien durch den Raum geführt werden. Lineare und kreisförmige Elemente, Rundungen und Kanten wechseln einander ab; häufig wird die Linie zu sich selbst zurückgeführt, mitunter besitzt sie einen klaren Anfang und ein offenes Ende.
Susanne Zuehlke, * 1962 in Duisburg, lebt in Karlsruhe
Susanne Zuehlkes malerisches Werk ist konsequent abstrakt und entsteht in einem additiven, präzise gesteuerten Prozess. Ihre Gemälde entwickeln sich aus dem sukzessiven Setzen von Farbflächen und wenigen, gezielt eingesetzten Farbstrichen, die sich überlagern und zu einem komplexen Gefüge verdichten. Jede malerische Entscheidung bleibt sichtbar und wird nicht korrigiert. Spannung entfaltet sich im Zusammenspiel von Überlagerung, Dichte, Rhythmus und räumlicher Staffelung.
Wer künstlerisch arbeitet, schaut genau hin – auf das eigene Werk und auf das der anderen. Maria Wallenstål-Schoenberg lädt drei Kolleginnen zu einer gemeinsamen Ausstellung ein. Hier begegnen sich vier Künstlerinnen auf Augenhöhe, in Selbstreflexion und Anerkennung zugleich.
.jpg)


